Rubio bestreitet Unterbrechung von US-Geheimdienstinformationen an Ukraine
US-Außenminister Marco Rubio hat Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj über eine zwischenzeitliche Unterbrechung der Lieferung von US-Geheimdienstinformationen an die Ukraine zurückgewiesen. Es habe keine "Pause" bei der Weitergabe dieser Informationen gegeben, sagte Rubio am Montag bei einem Besuch in Usbekistan. Zugleich forderte er Selenskyj auf, sich auf ein Ende des Kriegs mit Russland zu konzentrieren.
"Worauf er sich konzentrieren sollte und worauf wir uns konzentrieren wollen, ist, diesen Krieg zu beenden", sagte Rubio bei seiner Reise nach Zentralasien.
Selenskyj hatte am Sonntag erklärt, dass die USA nach mehrtägiger Unterbrechung wieder Geheimdienstinformationen an Kiew lieferten. "Es war blockiert für einige Zeit. Und dann wurde es von US-Seite wieder deblockiert", sagte er in einem Interview mit dem US-Fernsehsender NBC.
Selenskyj zufolge hatte die ukrainische Armee "drei Tage lang" während russischer Angriffe mit ballistischen Raketen keinen Zugriff auf US-Geheimdienstinformationen gehabt, was sein Land geschwächt habe. "Jetzt funktioniert es wieder", fügte er an.
Die Äußerungen fallen in eine Phase wachsender Spannungen zwischen Washington und Kiew. US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag bereits beschlossene Sanktionen gegen Russland kurz vor deren Inkrafttreten ausgesetzt. Am Sonntag verteidigte er den Schritt gegen Kritik auch aus den Reihen seiner Republikaner. Er wolle "nichts tun, was Russland törichterweise vom Verhandlungstisch wegbringen würde", erklärte Trump.
J.Padovano--LDdC