"Der falsche Mann": Premier Burnham kritisiert Infantino
Nach der heftigen Empörung aus den Organen des Fußballs hat das Vorgehen von FIFA-Präsident Gianni Infantino auch in der Politik zu Kritik geführt. Der 56-Jährige sei "der falsche Mann", um den Weltverband zu leiten, sagte Großbritanniens Premierminister Andy Burnham am Freitag. Infantinos Plan, Anteile an Turnieren des Weltverbandes an private Investoren zu verkaufen, sei ein "ungeheuerlicher Vorschlag".
Der Druck auf Infantino wächst von allen Seiten. Zunächst hatte die UEFA einen Boykott angekündigt, sollte der Präsident des Weltverbands an seinen Plänen festhalten. Dem Widerstand schlossen sich auch die Kontinentalverbände für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik (CONCACAF) und Asien (AFC) an. Zudem beginnt der innere Kreis Infantinos möglicherweise zu bröckeln. Sein leitender Berater Carlos Cordeiro ist aus Protest gegen dessen Investorenpläne zurückgetreten.
Infantino plant, Teile der WM-Rechte an private Investoren zu verkaufen. Medienberichten zufolge soll der FIFA-Präsident den Mitgliedsverbänden eine Zustimmungsfrist bis zum 19. September gesetzt haben. Die Verbände werden mit hohen Summen und der Aussicht auf eine nochmals erweiterte WM geködert. Eine einfache Mehrheit soll ausreichen, um die Vorhaben umzusetzen. UEFA, CONCACAF und AFC stellen 136 von 211 stimmberechtigten FIFA-Mitgliedsverbänden.
O.Criscione--LDdC