La Domenica Del Corriere - "Wahrer Held": Netanjahu lädt indischen Piloten des Flydubai-Flugs nach Israel ein

Börse
Goldpreis -0.96% 4162.3 $
Euro STOXX 50 1.01% 6238.5 €
TecDAX 2.51% 4081.92 €
MDAX 0.65% 30450 €
DAX 1.16% 25231.2 €
EUR/USD 0.11% 1.1257 $
SDAX 0.09% 18194.7 €
"Wahrer Held": Netanjahu lädt indischen Piloten des Flydubai-Flugs nach Israel ein
"Wahrer Held": Netanjahu lädt indischen Piloten des Flydubai-Flugs nach Israel ein / Foto: - - Israel's Foreign Ministry/AFP

"Wahrer Held": Netanjahu lädt indischen Piloten des Flydubai-Flugs nach Israel ein

Nach der Vereitelung eines mutmaßlichen Anschlags auf eine Flydubai-Maschine mit vorwiegend israelischen Passagieren an Bord hat Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu den indischen Piloten Smit Machchhar als "wahren Helden" bezeichnet und ihn nach Israel eingeladen. "Sie sind ein wahrer Held der tapferen Völker Indiens und Israels, und Sie sind ein Held der ganzen Welt", sagte Netanjahu am Samstag zu dem im Krankenhaus liegenden verletzten Piloten in einem Telefonat, wie ein von Netanjahus Büro veröffentlichtes Video zeigte.

Textgröße:

Er wünsche sich, dass Machchhar und der indische Premierminister Narendra Modi - einer der wichtigsten internationalen Partner Israels - bei einer Feier zum israelischen Unabhängigkeitstag im kommenden Mai die Fackel entzünden, sagte Netanjahu. Diese Rolle ist normalerweise israelischen Staatsbürgern vorbehalten.

Machchhar war während des Flugs von Dubai nach Israel vom Copiloten im Cockpit mit der Rettungsaxt angegriffen worden. Er schaffte es jedoch, schwer verletzt mit letzter Kraft die Cockpittür zu öffnen. Passagiere konnten daraufhin den Angreifer überwältigen. Eine zweite Crew an Bord landete die Maschine mit 166 Passagieren und acht Besatzungsmitgliedern dann sicher in Saudi-Arabien.

Am Donnerstag hatte bereits der indische Regierungschef Narendra Modi Machchhar als "Held" bezeichnet. Der Pilot habe dazu beigetragen, "eine große Tragödie abzuwenden", betonte Modi.

Nach den Angaben der Generalstaatsanwaltschaft der Vereinigten Arabischen Emirate hatte der Copilot einen "Terrorakt" geplant. Er befindet sich nun in den Emiraten in Gewahrsam. Dort liegt auch der schwer verletzte Machchhar in einem Krankenhaus.

Auf die Frage, wie der Angriff abgelaufen sei, schilderte Machchhar, der Copilot habe um Erlaubnis gebeten, ein Gebet abzuhalten, was nicht ungewöhnlich sei. Während der Copilot betete, habe Machchhar "aus Respekt nach vorne und nicht nach hinten geschaut". Nach vier bis fünf Minuten habe er plötzlich einen heftigen Schlag auf den Hinterkopf gespürt.

"Mein erster Gedanke war, dass das Flugzeug beschädigt sei und etwas nicht stimmt", sagte Machchhar. "Aber dann folgten weitere Schläge. Da wurde mir klar, dass es nicht am Flugzeug lag, sondern an dem Mann, der mit mir im Cockpit saß."

Er habe es trotz seiner Verletzungen geschafft, die Cockpitür aufzureißen, "aber ich glaube, er hat sie wieder zugemacht", sagte Machchhar. Dann habe er alles gegeben, mit letzter Kraft die Tür aufgerissen "und zum Glück warteten dort Leute", sagte der Pilot.

V.Tedeschi--LDdC