Zahl der Organspenden in Deutschland bis Ende September 2026 leicht gestiegen
Die Zahl der Organspenden ist in Deutschland in den ersten neun Monaten leicht gestiegen. Von Januar bis Ende September spendeten 772 Menschen Organe nach ihrem Tod, wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilte. Das sind 3,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Bis Ende September wurden 2373 Organe in Deutschland entnommen und im In- oder Ausland transplantiert. Im Vorjahreszeitraum waren es 2258. "Der positive Trend aus dem vergangenen Jahr setzt sich erfreulicherweise fort", erklärte Axel Rahmel, medizinischer Vorstand der DSO.
Dennoch bleibe die Zahl nach wie vor hinter dem zurück, was notwendig wäre. Derzeit warteten rund 8000 Menschen in Deutschland auf ein Spenderorgan. Ein Grund für die weiterhin niedrigen Organspenderzahlen sei, dass oft keine dokumentierte Entscheidung der potenziellen Spenderinnen und Spender beispielsweise in Form eines Organspendeausweises vorliege.
Der DSO begrüßte eine Diskussion um die Widerspruchsregel. Die Regel fördere die persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema und schaffe Klarheit.
F.Epifano--LDdC