Institut: Ländliche Regionen stärker von Ruhestand der Babyboomer betroffen
Der bevorstehende Ruhestand der Babyboomer dürfte einer Studie zufolge ländliche Regionen in Deutschland stärker treffen als die Großstädte. Regionen außerhalb der Großstädte müssen sich mit dem Eintritt der geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand auf deutlich weniger berufstätige Menschen einstellen, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BIB) in Wiesbaden hervorgeht.
Den Angaben zufolge stellen in Großstädten junge Erwachsene im Alter zwischen 25 und 34 Jahren die größte Altersgruppe. Außerhalb der Großstädte sind es hingegen die geburtenstarken Babyboomer-Jahrgänge. Ein wesentlicher Grund dafür sei, dass junge Erwachsene innerhalb Deutschlands überdurchschnittlich häufig in Großstädte ziehen, etwa um eine Ausbildung oder ein Studium zu beginnen.
Auch Zuwanderung aus dem Ausland trage dazu bei, hieß es weiter. So liege in den Großstädten der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund im Schnitt bei 41 Prozent, in den ländlichen Kreisen bei 20 Prozent. Von den Unter 18-Jährigen in Großstädten habe mehr als die Hälfte einen Migrationshintergrund, in den ländlichen Kreisen knapp ein Drittel.
G.Tomaselli--LDdC