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SPD-Rentenkommissionsmitglied Klose: Erarbeitetes Konzept in Gänze betrachten
SPD-Rentenkommissionsmitglied Klose: Erarbeitetes Konzept in Gänze betrachten / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

SPD-Rentenkommissionsmitglied Klose: Erarbeitetes Konzept in Gänze betrachten

Die von der Regierung eingesetzte Rentenkommission hat nach den Worten von SPD-Mitglied Annika Klose ein umfassendes Gesamtpaket an Maßnahmen erarbeitet, das auch "in Gänze" betrachtet werden müsse. Die Empfehlungen "greifen ineinander und bauen aufeinander auf", sagte Klose am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". Sie würde sich wünschen, "dass man sich das Gesamtkonzept dann mal anschaut" und bewertet, ob es die gestellten Anforderungen erfüllt.

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"Der Auftrag war, eine lebensstandardsichernde Rente für niedrige und mittlere Einkommen bei einer nachhaltigen Finanzierung sicherzustellen und dafür Vorschläge zu erarbeiten", sagte Klose. Das sei der Kommission auch gelungen, auch wenn "nicht jede Maßnahme alle glücklich machen wird", fuhr die SPD-Politikerin fort. Jedoch: "Wenn wir jetzt nichts machen würden, würde das Rentenniveau immer weiter absacken und die Beiträge steigen und deswegen muss man über Strukturmaßnahmen nachdenken."

Die Rentenkommission empfiehlt grundlegende Änderungen im System der Alterssicherung. Das Rentenalter soll in den kommenden Jahrzehnten langsam steigen, die abschlagfreie Frühverrentung nach 45 Beitrittsjahren soll abgeschafft werden, zudem soll eine verpflichtende Kapitalrente eingeführt werden. Das geht aus einem Entwurf der Empfehlungen hervor, welcher der Nachrichtenagentur AFP vorliegt.

Den Empfehlungen der Kommission zufolge sollen künftig zudem sehr viel mehr Berufsgruppen in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen: Beamte, Selbstständige, Abgeordnete und Vorstände von Aktiengesellschaften. Die Zahl der Verbeamtungen soll deutlich reduziert werden. Eine weitere vorgeschlagene Neuerung ist der Aufbau einer kapitalgedeckten Säule in der Rentenversicherung.

Klose verteidigte den Einbezug weiterer Beitragszahlerinnen und Beitragszahler. Das sei "ein Schritt, den man da gehen kann - einerseits um Schutzlücken zu schließen, aber auch um alle einzubeziehen, die gesetzliche Rente zu stabilisieren und eine Gleichheit zu schaffen".

U.Pagliarini--LDdC