Dänischer Energiekonzern Örsted trotzt Gegenwind aus USA
Der dänische Windenergiekonzern Örsted hat trotz großer Probleme in seinem wichtigsten Markt, den USA, im vergangenen Jahr gute Geschäfte gemacht. Der Konzern verbuchte einen Nettogewinn von 3,16 Milliarden Kronen (424 Millionen Euro) nach nur 16 Millionen Kronen im Vorjahr, wie er am Freitag mitteilte. Der Umsatz stieg um drei Prozent auf 73,24 Milliarden Kronen.
US-Präsident Donald Trump ist ein erklärter Windkraftgegner und will den weiteren Bau von Anlagen verhindern. Zwei bereits kurz vor der Fertigstellung stehende Offshore-Großprojekte von Örsted in den USA stehen deshalb auf der Kippe. Das dänische Unternehmen hat dort bereits 2,1 Milliarden Kronen abgeschrieben. Beeinträchtigt wurden seine Geschäfte demnach außerdem von den US-Zöllen auf Stahl und Aluminium.
Örsted kündigte deshalb ein breites Restrukturierungsprogramm an und verkaufte 50 Prozent der Anteile an einer Offshore-Windfarm in Großbritannien und einen 55-Prozent-Anteil an Anlagen in Taiwan. Dies brachte dem Konzern 46 Milliarden Kronen ein - deutlich mehr als die angestrebten 35 Milliarden Kronen.
T.Bianchi--LDdC