Historische Wahlerfolge: Mehrheit der Minderheiten im US-Kongress
Bei den Midterm-Wahlen in den Vereinigten Staaten haben demokratische Kandidatinnen aus Minderheitengruppen historische Hürden überwunden. Die Ergebnisse markieren einen signifikanten Wandel im politischen Spektrum, da erstmals Schwarze Frauen die Gouverneursämter in Georgia und New Mexico sowie eine indigene Senatsposition innehaben werden.
Die Midterm-Wahlen in den Vereinigten Staaten haben die politische Landschaft durch den Einzug zahlreicher Kandidatinnen aus Minderheitengruppen in führende Ämter verändert. Die Demokraten haben ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus gefestigt, was zu neuen historischen Rekorde bei der Repräsentation Schwarzer Frauen und indigener Wählerinnen geführt hat.
Keisha Lance Bottoms wurde zur Gouverneurin von Georgia gewählt. Sie ist die erste schwarze Frau in den USA, die ein Bundesstaaten-Regierungschefamt innehat. Die ehemalige Bürgermeisterin Atlantas verweist auf ihre Herkunft aus einer Familie ehemaliger Sklaven im tiefen Süden und betont damit die historische Bedeutung ihres Erfolgs.
Auch im Westen der USA wurden Barrieren durchbrochen. Deb Haaland, Mitglied der Laguna Pueblo, wurde zur Gouverneurin von New Mexico gewählt. Sie ist die erste indigene Frau, die ein solches Amt erringt. Zuvor hatte sie bereits als Innenministerin unter Joe Biden einen weiteren Meilenstein gesetzt.
In Minnesota wird Peggy Flanagan als erste indigene Senatin in den Kongress einziehen. Die bisherige Vizegouverneurin von Minnesota folgt damit einem neuen Trend der politischen Teilhabe.
Ein weiterer historischer Schritt zeichnet sich für Hakeem Jeffries ab. Der aktuelle Führer der demokratischen Minderheit im Repräsentantenhaus gilt als sicherer Kandidat für das Amt des Sprechers. Bei einer Bestätigung wäre er der erste Afroamerikaner, der dieses höchste Amt im Unterhaus bekleidet.
P.Oliviero--LDdC