Mehr als zwölf Jahre Haft für Mord aus Hass an Homosexuellem in Osnabrück
Das Landgericht Osnabrück hat einen 34-Jährigen wegen eines Mordes aus Hass an einem Homosexuellen zu zwölf Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde er zudem wegen Körperverletzung, wie ein Gerichtssprecher am Freitag mitteilte. Das Urteil wurde demnach am Donnerstag verkündet. Die zuständige Kammer sah es als erwiesen an, dass das Opfer mit dem Täter in einer Wohnung lebte.
Im November kam es demnach zum Streit zwischen den Männern. Das Opfer war kurz zuvor in die gemeinsame WG gezogen. Der 34-Jährige äußerte ihm gegenüber, dass er ihn wegen seiner sexuellen Orientierung nicht dulde. Später kam es zu Beleidigungen und Bedrohungen.
Am 9. November forderte der 34-Jährige das Opfer dazu auf, sich auf Knien bei ihm zu entschuldigen. Dieser Aufforderung kam der Mann nach. Laut Urteil fasste der 34-Jährige dabei den Entschluss, den Mann zu töten. Er stach ihm mit einem Messer in die Brust. Das Opfer erlag seinen Verletzungen.
Verurteilt wurde der 34-Jährige zudem wegen eines Angriffs auf einen Handwerker im Oktober. Dieser hatte in der Wohnung des 34-Jährigen gearbeitet. Dabei schlug der Angeklagte dem Mann grundlos ins Gesicht.
Mit dem Urteil blieb die Kammer unter der Forderung der Staatsanwaltschaft. Sie hatte auf lebenslange Haft plädiert. Die Verteidigung forderte, ihn vom Mordvorwurf freizusprechen.
L.Giordano--LDdC